Donnerstag, 20. September 2012

Reisebericht 20.9.



20.9.


4. Tag (Do): Xian
Am Morgen kommen Sie in Xian an. Xian gehört zu den bedeutendsten Kaiserstädten Chinas und war rund 1.080 Jahre die Hauptstadt für 11 Dynastien. Wir führen Sie heute zur Stadtmauer, von wo aus Sie einen guten Blick über die Stadt haben. Die mingzeitliche Mauer wurde rekonstruiert und mit 4 Toren versehen. Danach unternehmen Sie einen Spaziergang durch die Altstadt von Xian. Fühlen Sie sich zurückversetzt in vergangene Zeiten, Sie erhalten viele interessante Einblicke in den Alltag der hier lebenden Chinesen. Inmitten der Altstadt befindet sich die Große Moschee, die Sie besichtigen werden. Die heutigen Gebäude stammen aus der Ming-Zeit und geben der wunderschön gestalteten und beschaulichen Anlage das Aussehen eines chinesischen Tempels. Die Moschee gehört zu den größten des Landes. Zum Abschluss des Tages führen wir Sie zur Großen Wildganspagode. Sie ist das Wahrzeichen Xians und besticht durch ihre Schlichtheit. Übernachtung im Garden Hotel 4 Sterne. (F, M)

Ich habe, im Gegensatz zu den anderen, super gut geschlafen. Kurz vor 8 Uhr erreichen wir Xian (eine 7,5 Millionen- Stadt). Im Vergleich zu Peking klein und beschaulich.
Unser Reiseleiter erzählt von den politischen Unruhen , die seit einigen Tagen hier in der Stadt herrschen. Es geht gegen die Japaner, die Besitzansprüche auf eine Insel mal wieder anmelden und die Muslime, die gegen die Amerikaner demonstrieren- diese Stadt scheint eine Demonstrations- Hochburg zu sein. Unser Hotel ist super... es liegt etwas ausserhalb in der Nähe der Pagode.
Als erstes wird gefrühstückt.
Das Buffett übertrifft alles das, was man sonst am Mittag oder Abend bekommt. Warmes Essen aller Art, europäisches Frühstück, Obst, Kaffee und Tee.
In China wird traditionell Reis- bzw. Maisbrei als Frühstück genommen.
Dann gehen wir auf die Zimmer und um 10.30 Uhr treffen wir uns wieder, um zur Terrakotta- Armee zu fahren. Eine Programmänderung wegen der Demonstrationen.
Um 10.30 Uhr starten wir die 30 km lange Strecke zum Ausstellungsort der Terrakotta Armee. Es ist diesig, aber warm. Neben den hohen Bergen im Hintergrind sieht man unendlich viele Maisfelder. Es gibt hier 2 Ernten. Aus dem Winter den Weizen und dann wird im Juli- September Mais angepflanzt. Hier soll die Gegend der Nudeln sein, die von hier nach u.a. nach Italien gebracht wurde. Die typische Speise der Region sind Maultaschen, von denen es weit über 100 verschiedene Sorten gibt.
Das Ausgrabungsgelände ist riesig, aber wie die Chinesen so sind, perfekt angelegt.
Vom Busparkplatz gelangen wir durch eine Straße der Verkaufsstände an eine Haltestelle für Elektrofahrzeuge. Damit fahren wir zum Haupteingang.
Insgesamt gibt es 4 Ausstellungshallen; drei davon sind Ausgrabungsstätten und eine eine Ausstellungshalle. Über die Ausgrabungen sind große geschlossne Gebäude, fast wie moderne Bahnhöfe mit lichtdurchlässigen Bogendächern.
Die Ausgrabungen mit den vielen Kriegern sind unglaublich beeindruckend. Für mich viel mehr, als die verbotene Stadt.
Unser Reiseführer, ein sehr gut deutsch sprechender Mann, erklärt vor den einzelnen Hallen, was wir dort zu sehen bekommen. Ca. 2 Stunden halten wir uns in dem Gelände auf und es ist sehr interessant.
Dann werden wir durch eine lange Straße mit Verkaufsständen zu einem Restaurant geführt. Das übliche Essen, gutschmeckend langweilig.
Um 15.30 Uhr treten wir die Rückfahrt zum Hotel an, wo uns ein freier Abend erwartet.
Leider hat es mittlerweile angefangen zu nieseln. Die Luft wird dadurch besser, das Licht für die schönen Eindrücke fehlt aber jetzt.
Wieder mal waschen und ein paar Tagebuchnachträge schreiben.
Um 18.30 Uhr haben wir uns verabredet, um in der Nähe auszugehen.
Da es mittlerweile richtig regnet gehen wir ins Stadtviertel gleich gegenüber des Hotels. Dort sind vor jedem Haus kleine Verkaufsstände mit Gegrilltem, Brot, Obst, Nähwerkstatt und Getränken. Es ist sehr untouristisch. Die Leithammel gehen über die Straße in eine moderne Kneipe. Bei einem Bier wird die chinesische und EU- Wirtschaft durchdiskutiert, mit einem besonderen Blick auf die österreichischen Feinheiten ;-)

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