Reisetagebuch 003
Di, 28.08.12
In der Transsib
Ich bin so gespannt wie es draussen aussieht.
Meine Abteilgenossinnen schlafen noch, so dass ich noch mit dem Aufstehen warten muss. Um 9.30 Uhr gehe ich dann zur Toilette und bekomme die ersten Eindrücke von der Gegend.
Es sieht aus, wie in der Wahner Heide an der Panzerstrasse auf dem Weg zur Schule. Ein Birkenwald durchsetzt mit anderen Laubbäumen, sandiger Boden und alles ganz eben. Zum Frühstück gehe ich in den Speisewagen. Leckeres braunes Brot, Käse und Kaffee machen mich zufrieden. Junge Menschen betreiben dieses Lokal. Es gibt eine handgeschriebene Rechnung auf der auch ein 10% iger Serviceaufschlag ausgewiesen ist. Von den acht 4er Sitzgruppen im Speisewagen dürfen aber nur vier- fünf von den Gästen besetzt werden. In zwei haben sich die Bediensteten, auch wenn sie gar nicht da sind niedergelassen und eins ist mit Getränken belegt ein weiteres mit Lunchpaketen, die aber bald verteilt werden..
Alles was nicht Wald ist und an uns vorbeirauscht wird zunächst einmal als Foto festgehalten. Kleine Ortschaften mit dunkelen Holzhäuschen, aber vereinzelt auch mit bunten Dächern machen einen ehr trostlosen Eindruck. Große Kraftwerke, eingezäunte Firmengelände, Züge, Bahnanlagen, Flussbetten- alles was sich bietet wird erst einmal fotografiert. Diese Motive tauchen aber nur sehr selten auf.
Beim Halt in ?? kaufen wir bei dem Babuschkas am Bahnsteig ein. Es gibt gefüllte Prioggen, Geräucherter Fisch, Tomaten, Gurken, Pilze und Beeren.
Das Wetter ist ausgezeichnet, die Sonne scheint - es scheinen Engel zu reisen!
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