Samstag, 22. September 2012

Reisebericht 22.9.




22.9.
6. Tag (Sa): Xian - Shanghai
Sie fliegen in die quirlige Metropole Shanghai (ca. 2 Std.). Hier wartet ein besonderes Erlebnis auf Sie: Eine Fahrt mit dem Transrapid. Am Nachmittag erkunden Sie den Yu-Garten, ein herausragendes Beispiel für die chinesische Gartenbaukunst. Im Anschluss spazieren Sie durch die engen Gassen der Altstadt. Zahlreiche Imbissstände, Kunsthandwerkstätten und Märkte reihen sich aneinander. Hier findet sich garantiert das ein oder andere Souvenir. Auch das berühmte Teehaus mit der Zick-Zack-Brücke befindet sich in der Altstadt. Sie übernachten im Yafan Longmen Hotel 4 Sterne. (F, M)


Heute starten wir um 8 Uhr mit dem Bus zum Flughafen, der ca. 30km nordöstlich liegt und fliegen zum 1500km entfernten Shanghai. Es ist trocken aber sehr diesig. Am Flughafen verabschieden wir unseren faulen Reiseleiter. Wir sind unzufrieden mit der Art, wie er uns ohne Informationen lässt und wie wenig engagiert er ist.
Im Flugzeug bekommen wir trotz der nur 2- stündigen Flugzeit sogar etwas zu essen, so dass die meisten Seelen glücklich sind.
Das Wetter ist so schlecht, dass beim Landeanflug auf Pudong (Shanghai) kaum etwas zu sehen ist.
Nach dem Auschecken empfängt uns der neue Reiseleiter. Wir fahren mit dem Transrapid die 30 km in die Stadt mit einer Höchstgeschwindigkeit von 300km/h- 430 km/h wären möglich. Dann folgt gleich ein Stadtprogramm. Die Sicht ist schlecht, aber die Skyline von Shanghai versucht jeder auf Platte zu bannen. Anders als in Peking sieht man hier im Stadtbild Altes neben Neuem. Es sieht nicht so perfekt aus. Shanghai hat über 20 Mio Einwohner und ist die größte Stadt Chinas.
Wir besuchen den einzigen buddhistischen Tempel der Stadt. Er liegt in einem alten Stadtteil, Bettler und Menschen mit ihren teils kranken Kindern stehen in der Straße um zu betteln. Das Bild überfordert uns. Anders als in den mongolischen Tempeln konnte hier fotografiert werden, während die Mönche beteten. Viele Gäste zündeten Räucherstäbchen an und waren dort zum kurzen Gebet. Die Besonderheit dieses Tempels ist eine große weibliche Buddha- Statur aus Jade. Nur diese durfte nicht fotografiert werden. Nach dem Rundgang wurden wir ins Hotel gebracht. Es liegt im Nordosten der Stadt. Wir machen uns frisch und schon geht es wieder in die Stadt zum Essen. Diesmal war das Essen besonders knapp- viele sind nicht satt geworden. Es war zwar lecker und das Lokal war nett. Zu Zehnt ging es dann zu einer Lichterfahrt bei Nacht. Zuerst wurden wir auf den „Bund“ gebracht- der Seite am Fluss, gegenüber der so bekannten Skyline von Pudong. Pünktlich um 19 Uhr erleben wir mit, wie die Hochhäuser erleuchtet werden. Schiffe als Werbeträger von Phillips oder VW ziehen vorbei. An unserer Seite sind die großen Kolonialhäuser zu sehen, die ebenfalls bis 22 Uhr wunderbar beleuchtet werden. Diese alten englischen Villen aus dem Anfang des vorletzten Jahrhunderts beherbergen heute vor allem Banken. Dann geht’s weiter in die Altstadt- eigentlich eine Enttäuschung, denn das was wir uns erhofft hatten bekamen wir nicht zu sehen. Eine künstliche Stadt mit beleuchteten Dächern, wie bei uns auf dem Weihnachtsmarkt.
Das letzte Ziel war die Fussgängerzone. Beleuchtet und geschäftig ging es zu. Die Geschäfte haben bis 22 Uhr geöffnet und alles was wir vorher in den Parks gesehen haben- tanzende und singende Menschen, traf man hier an. Quasi auf der Hohen Straße in Köln, die nur 3x so breit ist.








Freitag, 21. September 2012

Reisebericht 21.9.


21.9.
5. Tag (Fr): Xian
Der Tag steht ganz im Zeichen der weltberühmten „Tönernen Armee”. Diese Sensation wurde eher zufällig im Jahre 1974 von Bauern entdeckt, die einen neuen Brunnen ausheben wollten. Mehr als 7.000 überlebensgroße Krieger- und Pferdefiguren sollten das Grab des ersten Kaisers Qin Shi Huangdi bewachen. Jede der Terrakotta-Figuren wurde in mühe-voller Kleinarbeit mit individuellen Gesichts-zügen versehen und repräsentiert so die unterschiedlichen Volksstämme des Landes. Die eigentliche Grabkammer des Kaisers ist bis heute noch nicht geöffnet. (F, M)

Um 8 Uhr gehe ich frühstücken- wieder das überaus reichhaltige Buffett. Ich bleibe bei meinem gewohnten Frühstück, denn bei den vielen Mahlzeiten warten an allen Ecken die Kalorien.
Um 9 Uhr werden wir am Hotel von unserem Reiseleiter abgeholt. Nach einigen Reklamationsgesprächen, wegen kaputt gegangener Koffer, gehen wir zu Fuß zur Wildgans- Pagode, dem Wahrzeichen von Xian. Sie liegt 5 Minuten Fußweg entfernt. Dieses 7 stöckige Gebäude ist 1300 Jahre alt und einem Buddha geweiht.
Vom Hotel aus fahren wir zu einer Jade -Schleiferei mit Verkaufshalle. Uns wird erklärt wo Jade in China vorkommt, wodurch sie sich unterscheidet, welche traditionelle Bedeutung sie hat, wie man die Echtheit erkennt und wie sie bearbeitet wird.
Der Verkaufsraum ist groß, obwohl ich eigentlich an einem Kettenanhänger interessiert bin, verlasse ich als erste den Saal- ich mag nicht mehr...
Von hier aus werden wir wieder zu einer „Abfütterungsstation“ gefahren, dann besuchen wir die Stadtmauer, dann ist frei. Vielleicht kann man in der Stadt bleiben.




Donnerstag, 20. September 2012

Reisebericht 20.9.



20.9.


4. Tag (Do): Xian
Am Morgen kommen Sie in Xian an. Xian gehört zu den bedeutendsten Kaiserstädten Chinas und war rund 1.080 Jahre die Hauptstadt für 11 Dynastien. Wir führen Sie heute zur Stadtmauer, von wo aus Sie einen guten Blick über die Stadt haben. Die mingzeitliche Mauer wurde rekonstruiert und mit 4 Toren versehen. Danach unternehmen Sie einen Spaziergang durch die Altstadt von Xian. Fühlen Sie sich zurückversetzt in vergangene Zeiten, Sie erhalten viele interessante Einblicke in den Alltag der hier lebenden Chinesen. Inmitten der Altstadt befindet sich die Große Moschee, die Sie besichtigen werden. Die heutigen Gebäude stammen aus der Ming-Zeit und geben der wunderschön gestalteten und beschaulichen Anlage das Aussehen eines chinesischen Tempels. Die Moschee gehört zu den größten des Landes. Zum Abschluss des Tages führen wir Sie zur Großen Wildganspagode. Sie ist das Wahrzeichen Xians und besticht durch ihre Schlichtheit. Übernachtung im Garden Hotel 4 Sterne. (F, M)

Ich habe, im Gegensatz zu den anderen, super gut geschlafen. Kurz vor 8 Uhr erreichen wir Xian (eine 7,5 Millionen- Stadt). Im Vergleich zu Peking klein und beschaulich.
Unser Reiseleiter erzählt von den politischen Unruhen , die seit einigen Tagen hier in der Stadt herrschen. Es geht gegen die Japaner, die Besitzansprüche auf eine Insel mal wieder anmelden und die Muslime, die gegen die Amerikaner demonstrieren- diese Stadt scheint eine Demonstrations- Hochburg zu sein. Unser Hotel ist super... es liegt etwas ausserhalb in der Nähe der Pagode.
Als erstes wird gefrühstückt.
Das Buffett übertrifft alles das, was man sonst am Mittag oder Abend bekommt. Warmes Essen aller Art, europäisches Frühstück, Obst, Kaffee und Tee.
In China wird traditionell Reis- bzw. Maisbrei als Frühstück genommen.
Dann gehen wir auf die Zimmer und um 10.30 Uhr treffen wir uns wieder, um zur Terrakotta- Armee zu fahren. Eine Programmänderung wegen der Demonstrationen.
Um 10.30 Uhr starten wir die 30 km lange Strecke zum Ausstellungsort der Terrakotta Armee. Es ist diesig, aber warm. Neben den hohen Bergen im Hintergrind sieht man unendlich viele Maisfelder. Es gibt hier 2 Ernten. Aus dem Winter den Weizen und dann wird im Juli- September Mais angepflanzt. Hier soll die Gegend der Nudeln sein, die von hier nach u.a. nach Italien gebracht wurde. Die typische Speise der Region sind Maultaschen, von denen es weit über 100 verschiedene Sorten gibt.
Das Ausgrabungsgelände ist riesig, aber wie die Chinesen so sind, perfekt angelegt.
Vom Busparkplatz gelangen wir durch eine Straße der Verkaufsstände an eine Haltestelle für Elektrofahrzeuge. Damit fahren wir zum Haupteingang.
Insgesamt gibt es 4 Ausstellungshallen; drei davon sind Ausgrabungsstätten und eine eine Ausstellungshalle. Über die Ausgrabungen sind große geschlossne Gebäude, fast wie moderne Bahnhöfe mit lichtdurchlässigen Bogendächern.
Die Ausgrabungen mit den vielen Kriegern sind unglaublich beeindruckend. Für mich viel mehr, als die verbotene Stadt.
Unser Reiseführer, ein sehr gut deutsch sprechender Mann, erklärt vor den einzelnen Hallen, was wir dort zu sehen bekommen. Ca. 2 Stunden halten wir uns in dem Gelände auf und es ist sehr interessant.
Dann werden wir durch eine lange Straße mit Verkaufsständen zu einem Restaurant geführt. Das übliche Essen, gutschmeckend langweilig.
Um 15.30 Uhr treten wir die Rückfahrt zum Hotel an, wo uns ein freier Abend erwartet.
Leider hat es mittlerweile angefangen zu nieseln. Die Luft wird dadurch besser, das Licht für die schönen Eindrücke fehlt aber jetzt.
Wieder mal waschen und ein paar Tagebuchnachträge schreiben.
Um 18.30 Uhr haben wir uns verabredet, um in der Nähe auszugehen.
Da es mittlerweile richtig regnet gehen wir ins Stadtviertel gleich gegenüber des Hotels. Dort sind vor jedem Haus kleine Verkaufsstände mit Gegrilltem, Brot, Obst, Nähwerkstatt und Getränken. Es ist sehr untouristisch. Die Leithammel gehen über die Straße in eine moderne Kneipe. Bei einem Bier wird die chinesische und EU- Wirtschaft durchdiskutiert, mit einem besonderen Blick auf die österreichischen Feinheiten ;-)

Mittwoch, 19. September 2012

Reisebericht 19.9.



19.9.

3. Tag (Mi): Beijing - Xian
Heute besuchen Sie den weitläufigen Platz des Himmlischen Friedens, auf dem sich eine Million Menschen versammeln können. Ein weiterer Glanzpunkt ist Chinas erhabenste Anlage, der Kaiserpalast. Er wurde zu Beginn des 15. Jh. vom Yongle-Kaiser errichtet und ist ein architektonisches Meisterwerk. Danach machen Sie einen Foto-Stopp am markanten Olympia-Stadion. In dieser imposanten Sportstätte wurden 2008 die Olympischen Spiele eröffnet. Zum Abschluss des Tages besichtigen Sie den Sommerpalast. Er ist der größte und am besten erhaltene Garten Chinas. Bestaunen Sie den 728 m langen Wandelgang mit seinen Bildern aus Mythen, Legenden und Romanen und schlendern Sie am künstlich angelegten Kunming-See entlang. Am Abend besteigen Sie den Zug, der Sie über Nacht in die alte Kaiserstadt Xian bringt. 1.200 km/ca. 11 Std. (F, M)

Wir starten wieder um 8 Uhr mit einem kleinen Gepäck für die Zugfahrt zum Himmelstempel. Das große Gepäck wird separat mit dem Zug nach Xian gebracht.
Da es noch relativ früh ist, sehen wir im Park des Himmelstempels viele Menschen beim Morgensport. Es wird getanzt, als Paar oder auch in Reihen und mit großen Fächern, einzelne Menschen machen Tai Shi oder sonstige chinesische Sportübungen, andere nutzen die Bäume als Hilfsmittel. Einige lassen sich den Kopf massieren, wieder andere üben auf ihren Musikinstrumenten und an einer Stelle gibt es so etwas wie einen großen Heiratsmarkt, bei dem Eltern für ihre Kinder Partner oder Partnerinnen suchen. Bei uns wären diese ganzen Sachen undenkbar- man würde ausgelacht. Die Chinesen lieben die freie Luft und sind entsprechend gerne draussen und völlig entspannt bei dieser Art des Exebitionismus.
Im der Anlage des Himmelstempels schaffe ich es, auf dem Mittelpunkt der Erde ein Foto mit dem Froschkönig zu machen.
Diesen Spaziergang genieße ich sehr, denn es gibt viel Leben im Park um den Himmelstempel zu beobachten und das Wetter ist toll.
Es bleibt viel Zeit bis zum Nachmittag, an dem die „Verbotene Stadt“ auf dem Programm steht. Wir werden quer durch die Stadt zu einem Chinesen- Markt gekarrt. Das ist im Nachhinein ziemlich blöd, denn es vergeht viel Zeit und dieser Markt ist entsetzlich. Auf 4 Etagen (mindestens Kaufhof- Köln Größe) verkaufen Händler in kleinen Marktständen ihre Waren: Bekleidung, Uhren, Elektronik, Seide, alles und natürlich nur „echt“. Es wird gehandelt was das Zeug hält. Man darf nichts anschauen, die vielen Verkäufer schauen den Kunden genau in die Augen und holen das, was man kurz fixiert hatte hervor und halten einem einen Taschenrechner mit einer eingetippten Zahl vor die Nase. Diese Preise sind dann bis zum 10- fachen von dem, was letztendlich bezahlt wird. Mit einem T- Shirt habe ich diese Prozedur mitgemacht. Angesehen, TR mit Zahl (120 Yuan), ich gebe 60 Yuan ein, ich will eine größere Größe, auspacken, anhalten, genervte Verkäuferin, noch eine größere Größe, noch einmal auspacken, vor Spiegelanhalten, ich sehe: viel zu kurz,
Verkäuferin hält tiefer, ich will nicht, sie geht mit dem Preis runter, ich will immer noch nicht, sie wird ärgerlich, ich will immer noch nicht und gehe.... aber aus diesen Laden ganz heraus.
Nebenan ist ein Einkaufcenter im westlichen Stil mit Markengeschäften wie Esprit, Adidas, Apple, …. Hier fühle ich mich wohl und ziehe alleine meine Runden bis zum Treffen am Bus.
Wir müssen wieder quer durch die Stadt zum Platz des himmlischen Friedens und zur verbotenen Stadt. Da für anschließend eine Altstadttour geplant ist, komme ich noch einmal mit. Ich hatte überlegt einen Stadtbummel in der Einkaufsstraße zu machen, denn die offizielle Besichtigungstour hatte ich ja schon miterlebt.
Nun ja- die Mittagssonne brennt und der Platz des himmlischen Friedens ist ohne Schatten. Mit meinem Schirm als Sonnenschirm wirke ich wie ein Profi.
Vorbei am Mao- Mausoleum, dem Nationalkongress und dem Nationalmuseum erreichen wir nach ca. einer Stunde den Eingang zur verbotenen Stadt. Ein großes Mao- Bildnis hängt über den mittleren Eingang, der dem Kaiser vorbehalten war. Mit einer großen Menschenmenge ziehen wir durch die vielen Tore und Tempel. Tempel der höchsten Harmonie, Tempel der vollkommenen Harmonie, Tempel zur Bewahrung der Harmonie... eigentlich interessiert mich der Unterschied- es sind wohl Beschreibungen, die nur Chinesen verstehen können.
Diesmal dauert mir der Aufenthalt viel zu lange, denn eigentlich wollte ich ja auch gar nicht mehr mit...
Am Ende stellt sich heraus, dass wir nun so lange unterwegs waren, dass der Altstadtbesuch ausfällt. Wir werden zum essen gefahren. Ein kleines Lokal mit der üblichen Einheitsküche. Da ich kein Mittagessen hatte, schmeckt es mir wieder gut.
Von hier aus werden wir zum Westbahnhof gebracht, wo um 20.45 Uhr unser Zug nach Xian startet. Wegen des dichten Verkehrs in Peking fahren wir recht früh los und sind über eine Stunde vorher da. Um in das Bahnhofsgebäude zu gelangen muss eine Sicherheitskontrolle durchlaufen werden. Ein Bahnhofsgebäude, das von innen wie in einem Flughafen ist. So viele unterschiedliche Menschen sind unterwegs. Touristen wie wir, Handelsreisende, Bauern mit Säcken und Eimern, Frauen mit kleinen Kindern....
Wir fahren erster Klasse, d.h. wir haben ein Vierbettabteil. Zweiter Klasse- Abteile haben 6 Betten- je 3 übereinander und in der 3. Klasse kann man nur sitzen. Da unsere Reisegruppe aus 13 Personen besteht, bleibt eine/r übrig bei den 4- Bettabteilen, das bin ich. Ich bin gespannt auf meine Abteilgenossen. Drei Chinesen mit nem Kontrabass- oder was? Nee, es waren 3 deutsche Touristen, die mit Marco Polo unterwegs waren. Eine jüngere Frau mit ihrem Vater und eine ältere Dame, mit der ich mein Bett unten getauscht habe, da sie nicht oben schlafen wollte. So kam ich wieder zu meinem gewohnten Zugbett und habe gleichzeitig eine gute Tat getan. Die junge Frau kam mir von Ansehen unheimlich bekannt vor- ich habe sie gefragt, ob sie aus Köln komme... Ja sie kam, aber weiter sind wir nicht gekommen, woher ich sie kennen könne.
 Ich gehe schnell schlafen und schlafe prima und lange.
Die 1100 km vergehen wie im Schlaf...

Dienstag, 18. September 2012

Reisebericht 18.9.



18.9.
2. Tag (Di): Beijing
Freuen Sie sich auf die Große Mauer. Dieses Meisterwerk windet sich über 6.000 km über schroffe Bergspitzen. Erleben Sie das Bauwunder hautnah und entdecken Sie bei einem Bummel immer neue Ausblicke auf die Mauer und die hügelige Landschaft. Im Anschluss zeigen wir Ihnen eines der Ming-Gräber und Sie spazieren über den heiligen Weg. Steinerne Tier- und Soldatenfiguren stehen am Weg und prüfen die Seelenreinheit der Besucher. (F, M)

Um 8 Uhr soll es zur großen Mauer gehen. Deswegen bin ich um 7 Uhr beim Frühstück. Es gibt ein reichhaltiges asiatisches und europäisches Buffett. Mit 3 Tassen Kaffee versuche ich meine Verdauung in Schwung zu bringen. Es fehlen mir Obst und Jogurt. Die Wassermelonen sind zwar erfrischend aber nicht verdauungsfördernd.
Auf der Fahrt zeigt Chen, unsere Dolmetscherin und Reiseleiterin, an jedem von uns was Akupressur ist. Sie kennt 3 Punkte und wird bei mir im Nacken fündig. Das tut ganz ordentlich weh, soll aber bei regelmäßiger Behandlung Wunder wirken. Einen kleinen Schriftzeichen- Kurs hat sie auch schon mit uns allen gemacht. Wenn man die Symbolik der Zeichen verstanden hat, erschließen sich gleich neue Welten. Allerdings kommt es mir so vor, dass diese Sprache in besonders eindeutig sein kann und auf Interpretation angewiesen ist. Vielleicht lerne ich ja noch mehr.
An einer Süßwasserperlenzucht und – Verkaufsstelle wird eine Pause eingelegt. Hier müssen offenbar alle Touristenreisebusse, die vorbeikommen anhalten. Menschenmassen werden durchgeschleust. Eine Kette wird in unserer Gruppe gekauft- das reicht wohl....
Heute halten wir an einem anderen teil der großen Mauer. Es ist ein viel engeres Tal. Eine große Autostraße und die Bahnlinie (wohl die der Transsib) kommen hier durch. Ich gehe gleich los und besteige dieses Mal den rechten Teil der Mauer. Es ist von Anfang an recht steil aber die Treppenstufen sind etwas gleichmäßiger. Da es nicht Wochenende ist, sind kaum Chinesen unterwegs. Die Mauer ist nicht so voll.
Nach dem Mauerbesuch wird gegessen- wieder an einem großen runden Tisch mit diversen Angeboten auf der drehbaren Glasscheibe in der Mitte...
Wir besuchen eine andere Anlage der Ming Gräber als mit der ersten Gruppe. Man sieht viele edle Grabbeigaben in einem Museum und einen Grabhügel mit Tempel und Steele.

Am Abend stehen verschiedene Freizeitaktivitäten zur Auswahl. Peking- Oper, Kung Fhu Darbietung oder Pekingenten Essen. Ich besuche mit noch 4 weiteren Teilnehmern die Peking Oper. Ich war durch K. schon etwas vorbereitet. Es fand in dem Hotel statt, in dem wir eigentlich hätten untergebracht werden sollen.
Vor der Aufführung ist noch Zeit und ich treffe Krissi bei Skype. Das war toll mit ihr zu schreiben ;-)
Ein großer Saal mit einer Bühne und im unteren Bereich mit einer Tisch und Stuhl- Bestuhlung, weiter oben eine reine Sesselbestuhlung. Plüsch und bequem! Wurde mir wären der Aufführung auch mal kurz zum Verhängnis-die Augen fielen zu. Es gab jedoch tolles, besonders für die Augen. Noch vor der Aufführung schminkte sich ein Hauptdarsteller auf der Bühne und wurde dort auch angekleidet und zwar mit mindestens 6 Schichten. Die Musik war gewöhnungsbedürftig, die Kostüme super. Es gab eine Kung Fu Kampfszene als pantomimischen Tanz, den man sich in totaler Dunkelheit vorstellen sollte. Sie war gekonnt und witzig- die beiden Kämpfer bekamen auch besonderen Applaus. Nach ca. 1,5 Stunden war die Aufführung vorbei und wir wurden vom Bus wieder abgeholt.
Im Hotel gab es in der Longe noch ein Bier.

Montag, 17. September 2012

Reisebericht 17.9.



Mo, 17.09.12

17.9.:
1. Tag (Mo): Beijing
Sie kommen am Morgen in Beijing an. Die Hauptstadt Chinas wartet darauf, von Ihnen in den nächsten Tagen erkundet zu werden. Heute noch besuchen Sie den Himmelstempel, der den Kaisern der Ming- und Qing-Zeit als Opferstätte diente. Zweimal im Jahr wurde hier für eine gute Ernte gebetet. Die Halle des Ernteopfers strahlt in ihren Dimensionen eine geradezu perfekte Harmonie aus. Sie haben Lust auf Entspannung? Dann gönnen Sie sich doch zum Abschluss des Tages eine Fußreflexzonenmassage (Buchung und Bezahlung vor Ort). Sie übernachten im Qianmen Jianguo Hotel 3,5 Sterne (Zusatznächte separat buchbar). Programmbeginn: ca. 14 Uhr ab Hotel. (A)

Konnte gestern Abend nach einer Woche wieder direkten Kontakt in die Heimat aufnehmen- war ganz schön positiv aufgekratzt und bin erst sehr spät eingeschlafen- hätte den Abflug der anderen gegen 2 Uhr noch wach miterleben können...
Wache dennoch früh auf und will mir Zeit für meinen Kram nehmen. Gehe vom ursprünglichen Plan, in die Stadt zu gehen und erst spät aus zu checken weg.
Vor der ausführlichen Dusche gehe ich frühstücken. Die vielen jungen Servicekräfte sind ihrer Aufgabe nicht gewachsen. Freundlichkeit alleine reicht nicht. Sie füllen die fehlenden Sachen am Buffett nicht nach, decken die Tische nicht neu ein und erkennen nicht, was die unterschiedlichen Gäste wohl wünschen. Das Einzige- die Teller werden sofort wenn der letzte Bissen im Mund ist weggenommen- egal ob man noch nachnehmen möchte oder nicht. Für jede Tasse Kaffee muss man aufstehen....
Nun ja- ich will nicht meckern, aber den äußeren Anschein, den sich das Hotel gibt kann es nicht halten.
Da ich noch einmal in meine neuen Reiseunterlagen geschaut habe, bemerke ich, dass es nicht nur den Treffpunkt um 14 Uhr gibt, sondern auch die Ankunft der Gruppe gegen 11 Uhr im Hotel. Ich nehme mir vor dann auch da zu sein.
Entsprechend zügig packe ich meine Sachen ein und muss dann lange an der rezeption warten, um aus zu checken- wieder ein deutlicher Servicemangel... gefolgt von der schwachen Taxibestellung... Nun ja, für einen Pauschalpreis von 50 Yuan (6,50€) komme ich zum neuen Hotel, was etwas weiter südlich liegt. Endlich sehe ich aus dem zugigen Taxi Stadtviertel, die nicht so herausgeputzt aussehen. Vielleicht komme ich gleich dazu , dort zu bummeln, wenn sich die anderen vom Flug und der Zeitverschiebung ausruhen.
Da werde ich wohl einen deutlichen Vorteil zu den anderen haben.

Kurz vor 11 Uhr trifft ein Bus mit deutsch sprechenen Touristen ein- in der Tat- sie gehören zu meiner neuen Gruppe.
Wir bekommen die Zimmerschlüssel und verabreden uns für 13.30 Uhr.
Es ist genügend Zeit, um alleine durch die Straßen in der Gegend zu schlendern. Ich kaufe mir in einem Kaufhaus etwas Obst und muss mich in eine lange schlange an der Kasse einreihen.nEs geht alles geordnet zu, eine gewisse Unruhe und Hektik ist jedoch zu spüren. Die Mittagspause ist wohl begrenzt.
Auf den Bürgersteigen werden Obst und Gemüse von kleinen fliegenden Händlern verkauft. Es sind Doppeldecker- Busse bis hin zu allen Variationen von Fahrradtransportmitteln unterwegs. Zu guter Letzt finde ich sogar einen Flohmarkt, auf dem von Steinen über Bücher und Gefässe alles mögliche zu finden ist.
Am Ausgang bemerke ich, dass es eine Art Baumarkt ist, bei dem viele große Steinfiguren und Buddhas zu kaufen gibt.

Vor der ersten Tour mit der neuen Gruppe mache ich mich im Zimmer frisch- einen Luxus, den ich jetzt wohl über längere Zeit nutzen kann.
Dann gibt es eine Programmänderung; wir fahren heute zum Olympiapark und zum Sommerpalast.
Den Olympiapark habe ich noch nicht gesehen- beeindruckende Stadien und Gebäude... das Vogelnest (Olympiastadion) ist oval und aus Stahlbändern gebaut, das gegenüberliegende Schwimmstadion ist rechteckig und aus transparenten, blau schimmernden Plexiglaswaben gebaut. Die einzelnen Elemente sehen aus wie Körperzellen. Hier findet man, wie so oft, die Jing und Jang Philosophie: hart mit rund , eckig mit organisch....
Ich kann beobachten, wie 4 Arbeiter sich im oberen Bereich des Stadions abseilen und mit Wasserschläuchen versuchen die Metallteile zu säubern. Es scheint mir ein unmögliches Unterfangen zu sein. Überhaupt ist dieses Stadion wohl nach der Olympiade ein Gebäude ohne Nutzen. Diese 100 000 Menschen fassende Anlage wird maximal 3- 4 Mal jährlich für eine Sport- oder Musikveranstaltung genutzt.
Danach fahren wir zum Sommerpalast.
Schon vor dem Eingang machen die ersten Mitreisenden Negativerfahrungen mit den Straßenhändlern... Egal ob Kappen- oder Uhrenkauf, als Wechselgeld bekommen die beiden Rubel zurück, ohne es zu merken. Unsere aufmerksame Dolmetscherin versucht es noch rückgängig zu machen. In einem Fall gelingt es, die andere verkäuferin macht sich geschickt aus dem Staub.
Ich bekomme noch ein paar weitere Einblicke als beim ersten Besuch. Wir schauen in die Palastgebäude hinein- die Fensterscheiben sind mit einer dicken Fettschicht überzogen, denn die vielen Menschen drücken sich hier die Nasen platt, um das Bett des Kaisers zu sehen ;-)
Es ist schon kurz vor 18 Uhr und die Abendsonne lässt den See in ein wunderbar warmes Licht erscheinen. Da waren schon hervorragende Garten- und Landschaftsarchitekten am Werk!!!! Auch hier wieder Jing und Jang an allen Ecken.
Meine Mitreisenden sind reichlich müde von der Anreise. Bald geht es zu einer „Touristenfutterstelle“. Fast alle sind begeistert- ich bin gespannt wie lange das anhält.
Wir essen an 2 großen runden Tischen und bekommen alles in Schüsseln auf einer drehbaren Glasplatte serviert. Ich gebe mir Mühe wenigstens die Hälfte meines Essens auch mit Stäbchen zu essen.
Das österreichische Ehepaar, L. und H., wollen beim Hardrock Cafe Peking aussteigen und dann mit dem Taxi zum Hotel zurück kommen. Das finde ich eine gute Idee und schließe mich ihnen an. Die beiden werden beim Bier meine ersten privateren Kontakte und wir duzen uns. Die beiden sind Irlandfans und schon gibt es Gesprächsstoff. Die Taxifahrt zum Hotel kostet 21 Yuan (knapp 3€) - da bin ich heute morgen ganz gut übers Ohr gehauen worden....
Im Hotel sitze ich noch in der Lobby und habe wieder Kontakt nach Hause.
Mein Zimmer ist ganz nett, aber leider ein Raucherzimmer, was man riecht. Wegen meines Hustens lasse ich die Klimaanlage aus, aber den alten Qualm der Raucher riecht man trotzdem. Beim nächsten Hotel muss ich darauf achten, dass ich ein Nichtraucherzimmer bekomme.