Dienstag, 18. September 2012

Reisebericht 18.9.



18.9.
2. Tag (Di): Beijing
Freuen Sie sich auf die Große Mauer. Dieses Meisterwerk windet sich über 6.000 km über schroffe Bergspitzen. Erleben Sie das Bauwunder hautnah und entdecken Sie bei einem Bummel immer neue Ausblicke auf die Mauer und die hügelige Landschaft. Im Anschluss zeigen wir Ihnen eines der Ming-Gräber und Sie spazieren über den heiligen Weg. Steinerne Tier- und Soldatenfiguren stehen am Weg und prüfen die Seelenreinheit der Besucher. (F, M)

Um 8 Uhr soll es zur großen Mauer gehen. Deswegen bin ich um 7 Uhr beim Frühstück. Es gibt ein reichhaltiges asiatisches und europäisches Buffett. Mit 3 Tassen Kaffee versuche ich meine Verdauung in Schwung zu bringen. Es fehlen mir Obst und Jogurt. Die Wassermelonen sind zwar erfrischend aber nicht verdauungsfördernd.
Auf der Fahrt zeigt Chen, unsere Dolmetscherin und Reiseleiterin, an jedem von uns was Akupressur ist. Sie kennt 3 Punkte und wird bei mir im Nacken fündig. Das tut ganz ordentlich weh, soll aber bei regelmäßiger Behandlung Wunder wirken. Einen kleinen Schriftzeichen- Kurs hat sie auch schon mit uns allen gemacht. Wenn man die Symbolik der Zeichen verstanden hat, erschließen sich gleich neue Welten. Allerdings kommt es mir so vor, dass diese Sprache in besonders eindeutig sein kann und auf Interpretation angewiesen ist. Vielleicht lerne ich ja noch mehr.
An einer Süßwasserperlenzucht und – Verkaufsstelle wird eine Pause eingelegt. Hier müssen offenbar alle Touristenreisebusse, die vorbeikommen anhalten. Menschenmassen werden durchgeschleust. Eine Kette wird in unserer Gruppe gekauft- das reicht wohl....
Heute halten wir an einem anderen teil der großen Mauer. Es ist ein viel engeres Tal. Eine große Autostraße und die Bahnlinie (wohl die der Transsib) kommen hier durch. Ich gehe gleich los und besteige dieses Mal den rechten Teil der Mauer. Es ist von Anfang an recht steil aber die Treppenstufen sind etwas gleichmäßiger. Da es nicht Wochenende ist, sind kaum Chinesen unterwegs. Die Mauer ist nicht so voll.
Nach dem Mauerbesuch wird gegessen- wieder an einem großen runden Tisch mit diversen Angeboten auf der drehbaren Glasscheibe in der Mitte...
Wir besuchen eine andere Anlage der Ming Gräber als mit der ersten Gruppe. Man sieht viele edle Grabbeigaben in einem Museum und einen Grabhügel mit Tempel und Steele.

Am Abend stehen verschiedene Freizeitaktivitäten zur Auswahl. Peking- Oper, Kung Fhu Darbietung oder Pekingenten Essen. Ich besuche mit noch 4 weiteren Teilnehmern die Peking Oper. Ich war durch K. schon etwas vorbereitet. Es fand in dem Hotel statt, in dem wir eigentlich hätten untergebracht werden sollen.
Vor der Aufführung ist noch Zeit und ich treffe Krissi bei Skype. Das war toll mit ihr zu schreiben ;-)
Ein großer Saal mit einer Bühne und im unteren Bereich mit einer Tisch und Stuhl- Bestuhlung, weiter oben eine reine Sesselbestuhlung. Plüsch und bequem! Wurde mir wären der Aufführung auch mal kurz zum Verhängnis-die Augen fielen zu. Es gab jedoch tolles, besonders für die Augen. Noch vor der Aufführung schminkte sich ein Hauptdarsteller auf der Bühne und wurde dort auch angekleidet und zwar mit mindestens 6 Schichten. Die Musik war gewöhnungsbedürftig, die Kostüme super. Es gab eine Kung Fu Kampfszene als pantomimischen Tanz, den man sich in totaler Dunkelheit vorstellen sollte. Sie war gekonnt und witzig- die beiden Kämpfer bekamen auch besonderen Applaus. Nach ca. 1,5 Stunden war die Aufführung vorbei und wir wurden vom Bus wieder abgeholt.
Im Hotel gab es in der Longe noch ein Bier.

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