Mittwoch,
den 9.1.2013 wieder so um die 19 Uhr
Eine
gut durchgeschlafene Nacht liegt hinter mir und ich werde vom
tosenden Geräusch des Pazifiks geweckt.
Es
gibt mein obligatorisches Frühstück: 2 Toast, 1 Ei, 1
Käse-Marmeladen- Brot, Saftschorle und Kaffee natürlich.
Meinen
Internet Zugang bekomme ich nur in der Nähe der Rezeption, denn dort
steht das Modem über das ich mich einwählen kann. C. begrüßt mich
wieder mit Küsschen links und rechts und „ Sweet Darling“ „Sweet
Heart“- schade, mit der Art komme ich nicht zurecht und diese
Kontaktmöglichkeit fällt von meiner Seite aus.
Mein
Plan für heute ist schwimmen gehen und die Inland Road zu fahren.
Mit meinem Moped geht’s los und schneller als ich mich versehen
kann bin ich schon durch Muri Beach durch. Ich muss besser auf
Zufahrten zum Meer achten. Die erste Gelegenheit direkt an den Strand
zu kommen nutze ich.
Hmmm,
ich bin offenbar zu fimmschig- ohne Badeschuhe will ich nicht ins
steinige und korallige Meer. Nun gut, dann mache ich zu mindestens
einen Strandspaziergang und den teilweise auch durchs Wasser. Heute
war ich so clever alle meine Wertsachen wegen meiner Schwimmpläne zu
Hause zu lassen, und was passiert, die Speicherkarte des
Fotoapparates ist voll und später auch noch der Akku leer. Mit
wenigen Fotos muss ich dann wohl erst einmal nach Hause. Beim Rückweg
auf der Suche nach Strandschätzen stieß ich auf eine kleine rote
Muschel, die ich mitgenommen habe. Plötzlich zwickt mich diese
Muschel. Ein kleiner Krebs lebt darin und findet das gar nicht gut
von mir durch die Gegend getragen zu werden. Ich habe mich auch ganz
schön erschrocken und gehe jetzt wachsamer am Strand entlang.
Viele
kleine Krebse sind unterwegs und laufen immer seitwärts in ihre
Löcher. Dann komme ich an eine Stelle, an der ganz viele kleine
Muscheln spazieren gehen. Ich schaue dem ganzen interessiert zu und
lösche noch Fotos, damit ich doch wenigstens ein paar von diesem
Schauspiel machen kann.
Gegen
12 Uhr bin ich wieder zu Hause und springe erst einmal in den kleinen
Pool, denn das Meer vor meiner Terrasse ist nicht beschwimmbar. Die
Mittagssonne brennt so sehr, dass ich beschließe eine Pause hier
einzulegen und erst um 14 Uhr wieder zu starten. I
Mit
Jogurt und einem Apfel komme ich gut über den Mittag; Hunger habe
ich eh kaum. Wahrscheinlich habe ich viel zu viel zu Essen dabei und
gekauft. Für den Wein sehe ich jetzt beim Schreiben aber gute
Chancen dass er leer wird ;-)
Nach
der Siesta auf der Terrasse und einem Kapitel lesend auf dem Bett
starte ich abermals nach Muri Beach, um ein Kajak zu mieten. Diesmal
fahre ich einfach durch einen Schotterweg ans Meer und siehe da- ich
stehe am Jachtklub und an einer Kajakvermietung direkt mitten in der
Lagune. 3 Stunden für 20 Dollar sind gut. Mit meinem neuen Kathmandu
Wassersack starte ich. Das Wasser ist seicht und Kajaks, Kittsurfer
und spielende Kinder /Familien tummeln sich hier. Ich paddele einfach
mal in Richtung der anderen Kajaks und schaue was die so machen. Auf
der Höhe der Inseln fangen die Korallenbänke an. Durch die Lagune
werden die großen Wellen abgehalten und man kann sich wunderbar
treiben lassen. Dann umrunde ich die westlichste der Inseln und fahre
zur Mittleren, denn dort ist viel Betrieb und ich erhoffe mir dort
einen kühlen Drink. Leider falsch- hier sind die Lagunen Kreuzfahrer
gelandet und das ist eine geschlossene Veranstaltung. Nach einer
kurzen Rast im Schatten nehme ich mein erstes Bad im Meer. Wunderbar!
Erfrischt starte ich die letzte Paddeletappe in Richtung östliche
Insel. Der Wind briest auf und die Sonne scheint mir zu sehr auf den
Rücken, dass ich den Rückweg antrete. Vorbei an einer
Hochzeitsgesellschaft in einem Strandlokal und zwischen den
spielenden Kindern paddel ich zu meinem Ausgangsort. Im Yachtclub
trinke ich eine Cola und esse ein leckeres Vanilleeis.
Jetzt
bin ich gut gerüstet für die Inland Road. Sobald sich die
Möglichkeit bietet rechts abzubiegen, tue ich das. Auf großen
Grundstücken stehen die kleinen bunten Häuschen mit ihren offenen
Veranden. Die Wäscheleinen hängen voller Wäsche.
Heute
ist wohl Müllverbrennungs-Tag- an Zig verschiedenen Stellen wird-
oft in Metallfässern- der Hausmüll verbrannt. Das stinkt
entsetzlich.
Vorbei
am Gefängnis und am Krankenhaus passiere ich diesmal den Flughafen
von der anderen Seite.
In
Avarua angekommen ziehe ich meine bereits bekannten Kreise und fahre
wieder an der Kirche vorbei. Hier scheint es täglich um 18 Uhr einen
Gottesdienst zu geben, denn Flip Flop- Träger im Anzug und weiß
gekleidete Frauen mit schön geschmückten Strohhüten strömen in
Richtung Kirche. Gestern habe ich noch an einen besonderen Anlass
gedacht.
Über
die Inland Road fahre ich nun endgültig nach Hause. Der erste Weg
führt unter die Dusche.
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